Herausforderungen im Omnichannel-Bereich (2) – Zentrale Statusübersicht

Henning Sanders

Einführung

In unserer Artikelreihe „Herausforderungen im Omnichannel-Bereich“ beleuchten wir typische Fragestellungen, mit denen sich Retailer tagtäglich auseinandersetzen. Wir erläutern deren Ursachen und zeigen, wie SAP-Cloud-Produkte dabei helfen können, diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

In unserem zweiten Blogartikel betrachten wir das Thema „Zentrale Statusübersicht zu Verkaufsaufträgen“.

Was ist mit zentraler Statusübersicht gemeint?

Der Verkaufsauftrag repräsentiert die Bestellung eines Kunden und ist das klassische Verkaufsdokument im SAP. Eine Bestellung durchläuft dabei verschiedene Stufen in ihrem Lebenszyklus: Sie wird angelegt, gelangt in die Logistik, es wird eine Rechnung erstellt, das Geld vom Kunden eingezogen, die Ware versendet – und möglicherweise kommt die Bestellung später sogar als Retoure zurück, wodurch der Prozess rückwärts durchlaufen wird.

Oft sind in diesem Ablauf verschiedene Dienstleister involviert, etwa Versanddienstleister, Payment Service Provider oder Dropshipper. Das bedeutet: Das ERP-System bildet zu einem bestimmten Zeitpunkt nur einen Teil der gesamten Realität ab, während die zentrale, vollständige Übersicht fehlt.

Wofür ist die zentrale Statusübersicht sinnvoll?

Die zentrale Statusübersicht bietet deutliche Vorteile, unter anderem aus folgenden Gründen:

1. Proaktive Problemerkennung und -bearbeitung

Schwierigkeiten mit einem Verkaufsauftrag können frühzeitig erkannt, gezielt angegangen oder direkt kommuniziert werden – zum Beispiel, wenn ein Artikel zwar versendet wurde, beim Kunden jedoch tagelang nicht eintrifft.

2. Umfassende Kundeninformation

Kundenanfragen lassen sich kompetent und detailliert beantworten, da alle relevanten Informationen zentral verfügbar sind.

3. Zentrale Steuerung von Folgeaktionen

Aktionen wie Versandbestätigungen können zentral auf Basis von Events ausgelöst werden. Dabei kann der Event-Trigger aus unterschiedlichen Quellen stammen – etwa vom Dropshipper oder direkt aus dem ERP-System, was das System auch sehr skalierbar macht.

Oft sind in diesem Ablauf verschiedene Dienstleister involviert, etwa Versanddienstleister, Payment Service Provider oder Dropshipper. Das bedeutet: Das ERP-System bildet zu einem bestimmten Zeitpunkt nur einen Teil der gesamten Realität ab, während die zentrale, vollständige Übersicht fehlt.

SAP OMF – die Lösung

Die SAP bietet mit Order Management Foundation (OMF) eine Lösung für die beschriebenen Herausforderungen. OMF nimmt Verkaufsaufträge entgegen und orchestriert deren Bearbeitung. Auf Basis frei definierbarer Regeln entscheidet das System beispielsweise, dass Schuhe an ERP-System A und Hosen an ERP-System B weitergeleitet werden – ein Mehrwert, der bereits spürbar ist.

In unseren Implementierungen hat sich jedoch ein noch größerer Vorteil gezeigt: die zentrale Statusübersicht. Mithilfe der sogenannten Activities werden alle Informationen zu einem Verkaufsauftrag zusammengeführt. Die Daten stammen aus verschiedenen Systemen – ERP, Zahlungsdienstleister oder Versanddienstleister – und werden über Events oder Webhooks via SAP Integration Suite verarbeitet. So stehen dem Customer Service alle relevanten Informationen zentral zur Verfügung.

Beispiel einer Statusübersicht in SAP OMF

Darüber hinaus können diese Activities eigene Events auslösen, auf die das System automatisch reagiert. Beispielsweise kann bei jedem SHIPPED-Event, das aus unterschiedlichen Quellen kommt, automatisch eine E-Mail an den Endkunden versendet werden. Dadurch wird die Systemlandschaft modular und skalierbar: Neue Dropshipper lassen sich schnell integrieren, ohne dass für den Kunden sichtbare Folgeaktionen angepasst werden müssen.

Fazit und Ausblick

SAP OMF ermöglicht eine zentrale Verwaltung des Auftragsstatus. Gerade in einer Welt, in der das ERP-System längst nicht mehr alle relevanten Informationen abbildet, erweist sich OMF als idealer Ersatz. Die Architektur hat sich in unseren Implementierungen als skalierbar und flexibel gezeigt – bei vergleichsweise geringen Implementierungskosten.

Interesse geweckt? Wie wäre es mit einer Demo?

Möchten Sie mehr über SAP OMF erfahren? Kontaktieren Sie uns unverbindlich – wir zeigen Ihnen die Lösung gerne live in unserem Demosystem.

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