Kai Heinricy
Rollout in Sicht? So muss Ihr Kassensystem liefern
Bevor das Projekt unterzeichnet ist und der Rollout-Termin bereits feststeht, gibt es eine wichtige erste Frage: Was muss ein Kassensystem können?
Was muss ein Kassensystem können?
Das Kassensystem – häufig als Kasse oder Point of Sale (POS) bezeichnet – ist das Herzstück jeder Filiale. Es ist stationär installiert, mit zahlreicher Peripherie und oft gut versteckter Verkabelung. Jeder Kunde kommt an ihr vorbei. Jeder Mitarbeiter arbeitet täglich mit ihr. Und jeder kennt die Situation, wenn die Kasse langsam reagiert, Verbindungsprobleme hat oder komplett hängt.
Die Folgen? Das Einkaufserlebnis leidet, die Stimmung der Kunden kippt und Mitarbeitende sind frustriert oder überfordert – Prozesse, die sich kein Retailer in seinen Filialen wünscht.
Was muss eine moderne Kasse leisten?
Ein POS darf heute nicht mehr nur scannen und Thermobelege drucken. Kundenerwartungen, gesetzliche Vorgaben und Omnichannel-Anforderungen machen die Kasse zu einer hochintegrierten Schaltzentrale:
- Digitale Belege per E-Mail oder QR-Code
- Kundendisplay für Interaktion und Transparenz
- Fiskalisierung und rechtssichere Datenspeicherung (Pflicht!)
- Geschenkkarten verkaufen und einlösen
- Coupons und Promotions flexibel handhaben
- Loyalty-Programme nahtlos unterstützen
- EC- und Kreditkartenzahlungen sowie alternative Zahlmethoden
- Mehrere Währungen und Wechselkurslogik
- Mehrsprachigkeit für internationales Personal und Kundschaft
- Automatische Kassenschublade und konfigurierbare Cash-Prozesse
Und vor allem: Das Kassenlayout muss intuitiv sein und bestehende Prozesse bestmöglich abbilden, damit Mitarbeitende schnell umsteigen und sicher arbeiten können.
Ein weiterer Wunsch vieler Händler ist, dass Schulungen, Rollout und Wartung inhouse möglich sind – ohne Abhängigkeit von externen Dienstleistern.
Welche Probleme entstehen oft in Filialen?
Trotz guter Planung kommt es in Filialen immer wieder zu Herausforderungen: Wenn viele Kunden gleichzeitig anstehen, kann die Kassenperformance einbrechen – Wartezeiten verlängern sich und Käufe werden abgebrochen. Technische Fehler treten häufig ohne klare Ursache auf, was Mitarbeitende ratlos zurücklässt. Fällt das Netzwerk aus, fehlt in vielen Systemen eine echte Offline-Fähigkeit, sodass der Verkauf sogar komplett zum Erliegen kommen kann. Auch Updates sind oft aufwendig und erzeugen zusätzlichen Wartungsbedarf.
Darüber hinaus kommt es bei der Anbindung an Online-Kanäle zu Medienbrüchen, die Prozesse unterbrechen und Fehler verursachen. Auch internationale Kundschaft stößt schnell an Grenzen, wenn nicht alle Zahlungsarten unterstützt werden.
Kurz gesagt: Wenn die Kasse nicht läuft, steht die gesamte Filiale still.
Ein POS darf heute nicht mehr nur scannen und Thermobelege drucken. Kundenerwartungen, gesetzliche Vorgaben und Omnichannel-Anforderungen machen die Kasse zu einer hochintegrierten Schaltzentrale.
Kai Heinricy – Team Lead POS Solutions / SAP Customer Checkout Expert
SAP Customer Checkout – die Lösung der SAP
SAP Customer Checkout (CCO) ist die moderne POS-Lösung der SAP – speziell für die Anforderungen des Retail-Umfelds entwickelt. Die Lösung besteht aus zwei eng verzahnten Komponenten:
- SAP Customer Checkout (POS) – das Kassensystem in der Filiale
- SAP Customer Checkout Manager (Backend) – zentrale Steuerung und Administration
Der Customer Checkout Manager übernimmt Import, Konfiguration und Monitoring. Die Kasse synchronisiert eingehende Daten kontinuierlich und übermittelt Verkaufsvorgänge umgehend zurück. Sollte die Verbindung kurzzeitig unterbrochen sein, werden Transaktionen automatisch nachgeliefert. Damit bleibt der Verkauf auch bei Netzstörungen möglich.
Fiskalgesetzkonform & international einsetzbar
Mit SAP Customer Checkout werden die gesetzlichen Vorgaben wie KassenSichV (Deutschland), RKSV (Österreich) und die Französische Fiskalisierung bereits im Standard erfüllt.
Die Lösung ist mehrsprachig nutzbar – mit einer breiten Auswahl an Übersetzungen. Bei Bedarf lassen sich kundenspezifische Sprachpakete einfach ergänzen.
Umfangreiche Peripherie-Unterstützung
Die Anbindung der Hardware erfolgt schlank und effizient:
- EC- und Kreditkartenterminals (z. B. Treibauf Pepper, Adyen)
- Scanner, Kassenschubladen, Kundendisplays
- Fiskaleinheiten, Thermodrucker u. v. m.
Plugins stehen kostenfrei zur Verfügung und ermöglichen zusätzliche Zahlungsmethoden sowie internationale Währungen.
Einfach integrierbar – SAP-nativ & offen für Drittsysteme
SAP-Systeme wie SAP ERP oder SAP S/4HANA werden nativ und ohne Zusatzaufwand angebunden. Für andere Systeme bietet CCO zahlreiche APIs und Kommunikationsmethoden, um Schnittstellen flexibel umzusetzen.
Belege sind bereits vorkonfiguriert und sofort produktiv einsetzbar.
Vorteile auf einen Blick
- Stabil und performanceoptimiert – auch bei hoher Kundenfrequenz
- Fiskalgesetzkonform in vielen Ländern
- Nahtlose SAP-Integration in ERP und SAP S/4HANA
- Omnichannel-fähig (Coupons, Loyalty, Geschenkkarten usw.)
- Intuitive Benutzeroberfläche – kurze Einarbeitung
- Zentrale Verwaltung von Konfiguration und Updates
- Offline-fähig – Verkauf läuft auch ohne Netzwerk
- Berichte im Standard direkt verfügbar
- Stabil und performanceoptimiert – auch bei hoher Kundenfrequenz
- Fiskalgesetzkonform in vielen Ländern
- Nahtlose SAP-Integration in ERP und SAP S/4HANA
- Omnichannel-fähig (Coupons, Loyalty, Geschenkkarten usw.)
- Intuitive Benutzeroberfläche – kurze Einarbeitung
- Zentrale Verwaltung von Konfiguration und Updates
- Offline-fähig – Verkauf läuft auch ohne Netzwerk
- Berichte im Standard direkt verfügbar
Schnell einsatzbereit
Ist SAP Customer Checkout installiert und einmalig mit dem Manager verbunden, genügt ein Initialimport der Materialstammdaten – und die Kasse ist sofort verkaufsbereit.
Die Konfigurationen im POS und im Manager sind übersichtlich aufgebaut, leicht zu erlernen und ermöglichen den Filialteams einen schnellen und sicheren Umstieg.
Fazit und Ausblick
Die klassische Filialkasse entwickelt sich zunehmend zu einem cloudgetriebenen Omnichannel-Touchpoint. Genau hier setzt die SAP Customer Checkout Cloud Edition an. Sie kombiniert die Stärken des bewährten On-Premise-Produkts mit den Vorteilen des SAP-Cloud-Ökosystems – ohne lokale Server und mit deutlich geringerem Administrationsaufwand.
Interesse geweckt?
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